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Peter Parler wurde 1330 in Schwäbisch Gmünd in den schon damals berühmten "Parler-Clan" geboren. Mitglieder der über ganz Europa verstreuten Baumeister- und Bildhauerfamilie waren im 14. und beginnenden 15. Jahrhundert führend und weithin beispielgebend in ihrem Metier; ihre Einflüsse reichten von Frankreich, Oberitalien über Süddeutschland in die heutige Tschecheslowakei hinein. |
Schon allein der Name Parler verrät das Metier der Familie, denn bis heute gibt es auf Baustellen Poliere oder Parliere, wie sie früher genannt wurden - die Berufsbezeichnung für den 2. Baumeister. Der Vater Peters, Heinrich Parler der ältere, - geboren wohl zu Anfang des 14. Jahrhunderts - gilt als Schöpfer des Gmünders Hallenchors, der zu den Gründungsbauten der deutschen Spätgotik gehört.
Doch zurück zum Namensgeber des Parler Gymnasiums: Mit 23 Jahren reiste er nach Prag - von Kaiser Karl IV. als Magister und Nachfolger des Matthias von Aras berufen - und begann seine Arbeit am Veitsdom. Seine bedeutendsten Werke dort sind die Karlsbrücke und der Altstädter Brückenturm, des weiteren gelang ihm im Kirchenbau eine entscheidende Etappe in der Ausbildung des sondergotischen Kathedral- und Hallenchors. 1399 wurde er dann nach einem damals ungewöhnlich langen Leben im Prager Veitsdom begraben.
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